Vorwort
Über fünf Jahrzehnte vor Einführung des gesetzlichen Obligatoriums der beruflichen Vorsorge, wenige Jahre nach Gründung der Migros überhaupt, wurden aufgrund der sozialen Einstellung des Migros-Gründers erste Vorkehrungen für eine Pensionskasse getroffen. In der nachfolgenden, in groben Zügen aufgezeigten Geschichte des Werdegangs der beruflichen Vorsorge in der Migros-Gemeinschaft widerspiegelt sich auch die wirtschaftliche Entwicklung und das Wohlergehen der Migros, das Wachsen und der Weiterausbau des Sozialstaates Schweiz mit der dazugehörenden Sozialgesetzgebung.
Obwohl sich die wirtschaftliche Situation in den letzten Jahren verbessert und mit den Kapitalanlagen befriedigende Renditen erzielt werden konnten, haben gerade in letzter Zeit stattgefundene Ereignisse wie die Subprime-Krise oder die hohen Notierungen für Erdöl und Gold gezeigt, wie schnell sich die Situation verändern kann. So werden die Schweizer Vorsorgeeinrichtungen laufend vor neue Herausforderungen gestellt. Die stetige Zunahme der durchschnittlichen Lebenserwartung, grössere Flexibilitäten bei der Pensionierung sowie der Trend zum Individualismus sind weitere Gegebenheiten, welche bei der langfristigen Planung berücksichtigt werden müssen. So gilt es, die zukünftigen Herausforderungen in einer Position der Stärke und mit der notwendigen finanziellen Stabilität zu bewältigen.
Die nachfolgenden Seiten stützen sich unter anderem auf Vorarbeiten von Walter Gut, ehemaliger Leiter des MPK-Versicherungs-Ressorts und von Erich Hüsser, ehemaliger Leiter Direktion Administration und Versicherung. Beinahe lückenlos sind die bisherigen Geschäftsberichte und Reglemente der früheren Pensionskassen der M-Gemeinschaft vorhanden.
Um die chronologisch dargestellte Geschichte nachvollziehbar zu machen, wird speziell auf die Entwicklung einer Pensionskasse (PMG) näher eingegangen.| 23.11.2009 |

